INC4 Stabbrandbombe geortet

Im Rah­men einer Ober­flä­chen­son­die­rung sind wir im letz­ten Jahr auf die Über­res­te einer INC4 Stab­brand­bom­be gesto­ßen.

Die Ver­fär­bung zeigt den Ein­dring­ka­nal bzw. die Über­res­te der INC4

Die INC4 ist eine auf der Magne­si­um-Alu­mi­ni­um-Legie­rung Elek­tron basie­ren­de Brand­bom­be und wur­de im Zwei­ten Welt­krieg von der bri­ti­schen Roy­al Air Force über Deutsch­land abge­wor­fen. Stadt­ge­bie­te mit mög­lichst hohem Hol­z­an­teil, wie etwa mit­tel­al­ter­li­che Alt­städ­te, waren die bevor­zug­ten Abwurf­stel­len. Die Brand­waf­fe hat­te eine Brenn­dau­er von etwa 8 Minu­ten und konn­te nicht direkt mit Was­ser gelöscht wer­den. Zur Begren­zung des Scha­dens wur­de die unmit­tel­ba­re Umge­bung der ein­ge­schla­ge­nen Waf­fe mit Was­ser gekühlt und es kam Sand zum Ein­satz.

Mehr als 80 Mil­lio­nen Stab­brand­bom­ben ver­schie­dens­ter Bau­art sol­len über Deutsch­land von den Bri­ten abge­wor­fen wor­den sein.

INC4 Stabbrandbombe: Bergung und Freilegung

Wir haben die hier auf den Fotos gezeig­ten Über­res­te bei einer geo­ma­gne­ti­schen Mes­sung mit einem Mehr­ka­nal-Son­dier­sys­tem ent­deckt. Nach dem Aus­wer­ten der Störpunkte/Anomalien wur­de das Gelän­de ent­spre­chend mar­kiert. Danach erfolg­te die Frei­le­gung und Ber­gung des Stör­punk­tes.